Vielen Dank an die Sponsoren

  Wir haben viel begeistertes Feedback zur Durchführung der Süddeutschen Segelflugmeisterschaften der 18m Klasse bekommen. Neben den vielen Verantwortlichen und Helfern des Vereins, gebührt der Dank auch unseren vielen Sponsoren von nah und fern. Ohne deren Unterstützung in Form finanzieller bzw. sachlicher Zuwendungen oder auch als Service rund um den Event, wäre es nicht so toll geworden. An dieser Stelle daher ein herzliches Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben!

Michael Schlaich gewinnt Süddeutsche Segelflugmeisterschaft 18m

  Nach 7 Wertungstagen stand das Ergebnis fest: Michael Schlaich (Luftsportverein Schwarzwald)aus Fluorn-Winzeln, der erst am letzten Tag die Führung übernahm, gewinnt die Süddeutsche Meisterschaft der 18-Meter-Klasse vor Alexander Schmid (LSC Burg Feuerstein) und Rolf Friedli (SG Oberaargau, CH). In dem starken Teilnehmerfeld von insgesamt 31 Pilotinnen und Piloten konnte sich Michael Schlaich, dank stets konstanten Leistungen über alle 7 Tage hinweg, durchsetzen. Voraussichtlich die elf erstplatzierten Piloten erhalten einen Startplatz bei der Deutschen Meisterschaft 2023. Da der drittplatzierte Friedli Schweizer Nationalität ist, darf er trotz seiner hervorragenden Leistung in diesem Qualifikationswettbewerb nicht an der Deutschen Meisterschaft 2023 teilnehmen. Alexander Schmid   Rolf Friedli Konstant gute Leistung Im Vorfeld gab es viele Diskussionen, welches der topmodernen Flugzeuge JS 3, Ventus 3 und AS 33 nun wohl das Beste sei. Schlaich hatte eine etwas überraschende Antwort parat und gewann mit einem Ventus 2cxM. Dieses Flugzeug hatte bereits im Jahr 2002 seinen Erstflug. Die weiteren Piloten vom LSV Schwarzwald platzierten sich wie folgt: Sascha Costabel (10.), Markus Schweizer (16.), Stephan Mayer (19.) und Nils Prokisch (22.). Strecken zwischen 210 und 643km Die Aufgaben wurden von Sportleiter Joachim Schwenk sehr klug und passend zum Wetter ausgewählt. Sie waren zwischen 210 und 643 km lang. Die Strecken führten bis zum Odenwald und nach Regensburg. Dabei waren die längsten Strecken zu Beginn des Wettbewerbs ausgeschrieben, während die Aufgaben gegen Ende wetterbedingt kürzer, aber nicht minder anspruchsvoll waren. Vereinsmeisterschaft zeitgleich Die zeitgleich zur Süddeutschen Segelflugmeisterschaft stattfindende Vereinsmeisterschaft Winzeln Open wurde in diesem Jahr in zwei Kategorien gewertet. Den Wettbewerb von Samstag bis Samstag gewann Horst Kammerer (LSV Schwarzwald e.V.) vor dem Team Stefan, Matthias und Tobias Krauss (LSV Schwarzwald e.V.) und Lisa Scheller (SFG Werdenfels e.V.) als

Abschlussfeier ist weiterer Höhepunkt

    Nachdem die Teilnehmer Ihre Flugzeuge geputzt und in den Anhängern verstaut hatten, setzte die Abschlussfeier ein weiteres Highlight für den Wettbewerb. Ab ca. 20:00 Uhr öffnete die Getränkeversorgung die Tore, so dass alle an diesem tropisch heißen Abend zunächst einmal ihren Flüssigkeitshaushalt ins Lot bringen konnten. In der zweiten Runde folgte gegen 20:30 das Abendessen, welches vom Flugplatzrestaurant Da Mario kreiert wurde – ein dreigängiges italienisches Büfett. Der Höhepunkt stand gegen 21:30 auf dem Programm: die Siegerehrung. In der 18-Meter Klasse errang Rolf Friedli (links) aus der Schweiz von der SG Oberaargau den dritten Platz mit 4917 Punkten. Alexander Schmid (rechts) vom LSC Burg Feuerstein belegte Platz zwei (5061 Punkte). Den Gesamtsieg errang Michael Schlaich (Mitte) vom Luftsportverein Schwarzwald mit 5116 Punkten. Die Urkunden und Preise wurden gemeinsam von Monika Lang-Dahlke (Präsidentin Luftsportverband Baden e.V.), Wettbewerbsleiter Harry Hezel und Sportleiter Joachim Schwenk überreicht. Die Mixed-Klasse über den gesamten Wettbewerbszeitraum von 7 Wertungstagen wurde von Horst Kammerer gewonnen. Die traditionellen „Winzeln Open“ in der Mixed-Klasse – der Vereinswettbewerb des LSV Schwarzwald – bei dem der Zeitraum von Donnerstag, 16.06. bis Samstag, 18.06.22 gewertet wurde hatte folgende Sieger bei 12 teilnehmenden Flugzeugen: Platz WBK Name Flugzeug Verein 16.06.22 17.06.22 18.06.22 Punkte Gesamt 1 IHS Volker Herzog ASG29e LSV Schwarzwald 854 462 561 1877 2 SS Matthias Krauss / Stefan Krauss / Sven Killinger Arcus M LSV Schwarzwald 860 397 585 1842 3 1D Lisa Scheller LS8/18 SFG Werdenfels 863 499 416 1778   Der Tag war erneut geprägt von einem Hochdruckgebiet mit sehr warmer Luft und praktisch keiner Wolkenbildung. Dieses Wetter ist einerseits wegen der sehr hohen Temperaturen von deutlich über 30 °C und andererseits wegen der vorherrschenden Blauthermik sehr anstrengend für die Piloten. Da

Moritz Habschied fliegt als Erster in den Zielkreis

  Moritz Habschied (OM3) hat sich heute für einen frühen Abflug entschlossen. Die Strecke führt als Jo-Jo mehrfach am Flugplatz Winzeln-Schramberg vorbei. Heute war aufgrund der Blauthermik des Öfteren mehrere Flugzeuge im Aufwind, so genannte „Pulks“. Moritz war zuerst alleine und wurde dann vom Team Goretzki, Schramme, Costabel und Dul eingeholt. Motiviert als Erster Zuhause zu sein hat sich Moritz in der Thermik an die oberste Stelle gekämpft und war fortan alleine unterwegs. Er konnte an der vorletzten Wende 200m im Geradeausflug steigen, diese schmolzen allerdings mit 30 km/h Gegenwind wieder zusammen. Querab vom Flugplatz hat Moritz in einem schönen Aufwind seine Endanflughöhe erreicht und ist dann mit einem Gesamtschnitt von 95 km/h als erster Zuhause angekommen. Das Bier hat er sich sichtlich schmecken lassen.

Mit Frauenpower auf Platz 1

  Neben dem Süddeutschen Qualifikationswettbewerb, auf dem sich die ersten Ränge für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren, gibt es auch eine Mixed-Class, bei der alle Piloten teilnehmen dürfen. Gestern hat sich Lisa Scheller (1D) mit 107 km/h den Sieg erflogen. Sie ist damit die erste Frau an diesem Wettbewerb, die sich den Tagessieg holt und wir freuen uns sehr für sie. Der zweitplatzierte Volker Herzog (Luftsportverein Schwarzwald) war mit einem Gesamtschnitt von 113 km/h zwar schneller, jedoch hat er auch das deutlich bessere Flugzeug. Die Leistungsfähigkeit des Flugzeugen fließt über einen Index in die Wertung ein. Somit kann man auch mit etwas leistungsschwächeren Flugzeugen an der Wettbewerbsfliegerei teilnehmen ohne dadurch einen Nachteil zu haben.

Heute wird es heiß

  Der letzte Wertungstag verspricht heiß zu werden. Ein Hochdruckgebiet bestimmt unser Wetter und es wird heute nur sehr vereinzelt Wolken geben. Thermikbeginn sagt Meteorologe Bernd Goretzki gegen 12:00 Uhr vor, so dass die Wettbewerbsleitung den Start auf 12:45 Uhr plant. Da der Schwarzwald am heutigen Tag die höchste Wolkenuntergrenze mit vorhergesagten 2400m hat, legt der Sportleiter Joachim Schwenk die Aufgabe geschickt ins gute Wetter. Die Piloten der Süddeutschen Segelflugmeisterschaft bekommen heute eine Aufgabe über 229 km im Jo-Jo durch den Schwarzwald. Gewinner Tag 6 An Tag 6 haben es 2 Piloten geschafft auf Platz 1 zu fliegen. Tobias Breithaupt (LG, mitte) und Jan-Hinnerk Scheel (LM, rechts) gewinnen Tag 6 mit einem grandiosen Gesamtschnitt von 121 km/h. Platz 3 belegt Sascha Costabel (Y4, links) vom Luftsportverein Schwarzwald mit einem Schnitt von 118 km/h.

Team Bernd, Thomasz, Reinhard und Sascha fliegen als Erste in den Heimatflugplatz ein

  Heute hat das Team Reinhard Schramme (unten links), Thomasz Dul (oben links), Bernd Goretzki  (oben rechts) und Sascha Costabel (unten rechts) einen grandiosen Erfolg im Verbund geflogen. Den ganzen Tag waren sie im Formationsflug, angeführt vom ehemaligen Europameister und mehrfachen Deutschen Meister Reinhard Schramme und konnten sich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 119 km/h an die Tagespitze fliegen. Sie haben sich dazu entschlossen als einer der ersten abzufliegen und können ihren ersten guten Aufwind bei Titisee finden. Mit 3 m/s steigen sie an die Wolkenbasis, die mit 2800m doch etwas höher als vermutet augefallen ist. Der Rest des Fluges lief problemlos. Ab dem Kirnbergsee haben sie ihren 70 km langen Endanflug begonnen und sind an der Kante zum Schwarzwald im Gleitflug nach Hause geflogen. Mit einem Lächeln im Gesicht haben sie ihre Flugzeuge geputzt und liebevoll gestreichelt. Generell berichten alle Piloten von einem unerwartet schönen Flugtag.

Außenlandungen sind keine Notlandungen

  Das Ziel bei Streckenflügen ist es, an den Startflugplatz zurückzukehren bzw. einen Zielflugplatz zu erreichen. Allerdings kann es passieren, dass ein Pilot während dem Flug keine Thermik mehr findet und nicht ausreichend Flughöhe generieren kann. Dann heißt es entweder „Motor schmeißen“ oder außenlanden. Ersteres bedeutet, dass der Pilot einen Motor aus dem Rumpf ausklappt, mit dessen Hilfe er zum Flugplatz zurückkehren kann. Solche Triebwerke werden oft auch als Heimkehrhilfe bezeichnet. Solche ausklappbaren Motoren sind weit verbreitet und tatsächlich haben alle Flugzeuge, die in der Süddeutschen Segelflugmeisterschaft der 18m-Klasse mitfliegen, einen solchen Motor. Fliegt ein Pilot mit einem Flugzeug ohne eingebauten Motor, kann er im Falle von unerwartet ausbleibendem Aufwind nicht an den Flugplatz zurückkehren. Dann muss er entweder auf einem anderen Flugplatz oder auf einer Wiese landen. Landungen außerhalb von Flugplätzen werden in solchen Fällen Außenlandungen genannt. Diese Landungen auf unbekanntem Gelände werden in der Ausbildung speziell geübt und haben nichts mit einer Notlandung zu tun. Für den Piloten heißt es dann nach der Landung warten, bis die Kollegen vom Flugplatz mit dem Anhänger kommen um ihn abzuholen. Gemeinsam wird das Flugzeug an Ort und Stelle abgebaut und im Anhänger verstaut. Pilot und Flugzeug werden zurück zum Flugplatz gefahren. Solche Außenlandungen bedeuten aber nicht zwangsläufig nur Unannehmlichkeiten für den Piloten und die Rückholer. Sie bedeuten auch Gemeinschaft mit Vereinskollegen und während den Autofahrten und dem Abbau des Flugzeugs zusammen Spaß zu haben. Zum Abschluss gibt es zum Dank meist eine Einladung seitens des Piloten zum geselligen Ausklang 😉

Vom Tellerwäscher zum Millionär..

Auch die Kleinsten im LSV helfen tatkräftig den Wettbewerb unvergesslich zu machen. Die Kinder haben einen Spülservice ins Leben gerufen, um die Piloten zu unterstützen. Sie holen das dreckige Geschirr mit einem Kettkar und Anhänger ab. Mit Hilfe einer Industriespühlmaschine und vielen fleißigen kleinen Händen geht es zack zack und das Geschirr ist wieder sauber. Als kleines Dankeschön sind Scheinchen willkommen, so können sich die Kinder am Ende des Wettbewerbes ein selbst verdientes großes Eis in unserer Fliegerklause bei Mario leisten.

Luftraum FL95 ist heute die Grenze

Da die Wolkenuntergrenze heute wieder sehr hoch vorhergesagt ist, muss die Grenze zum oberen Luftraum beachtet und eingehaltet werden. Die Obergrenze des Wettbewerbsgebietes endet ab Flugfläche 95, was bedeutet, dass die Piloten nicht höher als 9500 ft über Meeresspiegel bei Standardatmosphäre steigen dürfen, dies entspricht heute 2997 m.

Tagesaufgabe am 17.6.

Wie jeden Tag hat Bernd das Wetter früh morgens schon im Blick und sagt gute Bedingungen voraus. Die Thermik setzt verspätet erst gegen 13:00 ein, so dass die Piloten noch im Schatten entspannen können. Die wenigen Wolken hauptsächlich im Schwarzwald werden eine Untergrenze von 2600m haben, dies verspricht einen guten Flugtag. Die 30 Grad Grenze wird nur im Rheintal geknackt, so dass wir uns noch ein bisschen aklimatisieren können, bevor es morgen richtig heiß wird. Aufgabe des Tages Heute haben die Piloten eine Racing Task mit 4 Wegpunkten und einer Gesamtstrecke von 219 km. Von Winzeln aus geht es nach Reiselfingen, über das Donautal nach Kloster Beuron und zurück über den Kirnbergsee in den Nordschwarzwald. Von Freudenstadt aus geht es zum Zieleinflug nach Winzeln zurück.

Tag 6 gewinnt Arne Neumayr

Rolf Fliedli (F, rechts) aus der Schweiz belegt an Tag 6 Platz 3 mit einem Schnitt von 108 km/h und 333 km Wertungsstrecke. Rang 2 erflog sich Alexander Schmid (a7, links) mit einer Wertungsstrecke von 344 km und einem Gesamtschnitt von 109 km/h. Gewonnen hat Arne Neumayr (VV, mitte) mit einem sensationellen Gesamtschnitt von 112 km/h und 337 km Wertungsdistanz.  Auch am heutigen Tag gab es wieder Geschenke von der Wettbewerbsleitung für die tolle Leistung. Gesponsort von Bauhaus konnte sich Arne über eine neue Pumpe freuen. Insgesamt unterstützen zahlreiche Firmen dieses Event mit Tagespreisen, Sponsoring und Dienstleistungen. Vielen Dank an dieser Stelle allen Sponsoren.

Team Winzeln fliegt heute zusammen

Michael Schlaich berichtet zusammen mit zwei weiteren Piloten von einer Welle vor dem Abflug. Nadja Eisenmenger, Dietrich Sinn und und Michael Schlaich konnten somit eine Höhe von 2500m erreichen.  Später traf sich dann das Team Winzeln, bestehend aus Bernd Krimmer (HB), Markus Schweizer alias Teo (WV, links), Michael Schlaich (VM, rechts) und Stephan Mayer (FA, mitte). Getreu dem Motto „zusammen sind wir stärker“ ist es in der Wettbewerbsfliegerei gängig im Team zu fliegen, um so über Funkkontakt das beste Steigen möglichst schnell zu finden. 25 Minuten nachdem das Abflugtor geöffnet ist auch das Team Winzeln aufgebrochen. Weit im Westen haben sie versucht Anschluß an die schönen Wolken zu bekommen und dann hinter Neustadt gewendet. Laut Michael Schlaich (VM) bestand der Trick heute darin, nicht dem Donautal zu folgen, sondern eher in Richtung Albkante zu fliegen. In den zweiten Wendesektor sind sie nur knapp eingeflogen und direkt mit Gegenwind zum letzten Wendepunkt aufgebrochen. Über das Southside Festival hinweg ging es über Bad Dürrheim, den Kirnbergsee zum Schluchsee. Von dort aus ist das Team mit hoher Geschwindigkeit über den Schwarzwald in Richtung Heimatflugplatz losgeglitten. Am Ende beträgt die Durchschnittsgeschwindigkeit hervorragende 107 km/h. Michael Schlaich kann so seinen zweiten Gesamtplatz verteidigen. Markus und Stephan verbessern sich um 2 bzw. 5 Plätze in der Gesamtwertung.

Abkühlung für das Bodenpersonal

Nach den letzten heißen Tagen sind vermehrt Wünsche nach Abkühlung vorgebracht worden. Ein Pool schafft hier Abhilfe, jedoch ist das schwarzwälder Quellwasser klirrend kalt. Um zu verhindern, dass die Kinder blau anlaufen, hat sich Constantin Schatz einen Clou einfallen lassen. Nachts wird der Pool mit Hilfe eines Feuerfasses wie ein Durchlauferhitzer auf angenehme 30 Grad aufgeheizt. So konnten die Jugendlichen auch schon nachts den Benefit einerseits des Feuers und andererseits des Hot Pools genießen. Die Kinder haben nun angenehme Temperaturen im Pool und genießen ausgelassen die entspannte Atmosphäre auf dem Flugplatz. Dank unserem Sponsor „Bauhaus“ haben sie Luftballons in Wasserbomben umfunktioniert und eine wilde Schlacht beginnt.

Joachim Koch hat die Nase vorn

Joachim Koch (DB) ist kurz vor dem letzten Zylinder. Bei der Assigned Area Task wird eine Mindestwertungszeit von 3 Stunden angesetzt und wer schneller wieder Zuhause sein sollte, bekommt bei der Geschwindigkeit Abzug. Die Piloten streben also an, mit Ablauf der 3 Stunden in den Zielkreis einzufliegen. Daher ist der erste heute im Zielkreis nicht unbedingt auch gleich der Tagessieger. Wer es schafft mehr Kilometer in derselben Zeit zu fliegen, der wird auf dem Siegertreppchen im morgigen Briefing ganz oben stehen. Es bleibt spannend…

Lufräume schränken Piloten ein

Um die Sicherheit im Luftverkehr zu gewährleisten, ist der Luftraum strukturiert. Um Flughäfen sind meist gestaffelte Lufträume definiert, so dass die Airliner im Sinkflug nicht in Konflikt mit den Segelfliegern kommen. Die Grenzen sind starr und strikt einzuhalten, ein Einflug wird mit null Tagespunkten ab dem Zeitpunkt des Verstoßes geahntet. Auch kleinere Flugplätze wie Schwenningen und Rottweil haben zu bestimmten Zeiten Sperrgebiete, um einen sicheren Absprung für Fallschirmspringer zu gewährleisten. Stetten am kalten Markt ist militärisches Gebiet und meist nur unter der Woche aktiv. Am heutigen Feiertag dürfen die Piloten frei über das Gelände fliegen. Jeden Morgen werden die Sperrgebiete des Tages im Briefing angesprochen, so dass alle Piloten sich an die Vorgaben halten können. Hier im Bild rot dargestellt sind die heutigen aktiven Sperrgebiete.

Die Aufgabe des Tages

Die heutige Aufgabe für die Piloten der Süddeutschen Segelflugmeisterschaft ist wieder eine Assigned Area Task, bei der die Piloten ihre Strecke innerhalb vorgegebener Zylinder mit Durchmessern zwischen 15 und 35 km frei wählen können. Sie haben mindestens 3 Stunden Zeit ihre Strecke und ihre Geschwindigkeit zu maximieren. Die Strecke führt die Piloten zum ersten Wendepunkt nach Neustadt und dann über Ulm nach Tittisee wieder zurück zum Flugplatz Winzeln-Schramberg. Der Start kann sich heute auch wieder wie gestern verzögern, da die Thermik vermutlich später einsetzt.

Topmeteo das Tool des Tages

Bernd Goretzki hat Meteorologie studiert und in dieser Fachrichtung promoviert. Während des Studiums hat er begonnen Wettermodelle zu programmieren. Als Segelflieger setzte er sich das ehrgeizige Ziel ein Modell speziell für diesen Sport zu entwickeln. Andere Modelle zielen mehr auf die allgemeine Luftfahrt ab und sind somit nur bedingt geeignet. Im Jahr 2001 hat er Topmeteo ins Leben gerufen und 2005 war die Marktreife erreicht. Jahr um Jahr hat sich sein Kundenkreis erweitert und die Segelflieger haben sein Wettermodell dankend angenommen. Topmeteo bietet neben standartmäßigen Statellitenbildern die Möglichkeit die Wolkenverteilung über den Tag anzuschauen, so dass die Piloten ihre Flüge geschickt ans Wetter anpassen können. Wolkenuntergrenzen und Steigwerte sind in Grafiken dargestellt. Wettervorhersagen über 5 Tage erleichtern die Planung für die Familie 😉

Das Wettbewerbsteam in Aktion

Die Veranstaltung eines Wettbewerbs erfordert die Hilfe einiger sehr fleißiger Vereinsmitglieder, die mit Schlüsselfunktionen den Wettbewerb erst möglich machen. Die Organisation hat Harry Hezel (rechts) als Wettbewerbsleiter voll im Griff. Seit Wochen plant er mit Excel Listen und Power Point jedes Detail, vom Wassertanklaster bis zur morgentlichen Brötchenversorgung. Joachim Schwenk (links) ist Sportleiter und verantwortlich für die Tagesaufgaben, die Auswertung der Flüge und die Startaufstellung am Morgen. Er entscheidet, wann das Briefing stattfindet und wann die Piloten in die Lüfte steigen dürfen. Weitere zentrale Person ist unser Meterologe und gleichzeitig Teilnehmer Bernd Goretzki (mitte). Mehr zu ihm im nächsten Beitrag…

Gewonnen haben…

Wie jeden Tag startet das Briefing an Tag 6 mit der Ehrung der Bestplatzierten des Vortages. Michael Schlaich (VM) erreichte mit 105km/h Durchschnittsgeschwindigkeit über die gesamte Strecke Platz 3. Bernd Krimmer (HB) belegte Platz 2 mit 107 km/h und Tagessieger wurde Alexander Schmid (a7) mit 109 km/h. Vor versammelter Mannschaft berichten die 3 besten Piloten über ihre Erfahrungen des Tages und erzählen, wie sie es geschafft haben, den anderen Piloten davon zu fliegen. Die Entscheidungen zu rekapitulieren bringt Erfahrung und jeder Wettbewerbstag trägt dazu bei, besser zu werden.

Gewinner des Tages ist Alexander Schmid (a7)

Alexander Schmid (a7) hat heute den Tagessieg erflogen mit einer sensationellen Durchschittsgeschwindigkeit von 109,2 km/h. Mit insgesamt 3.310 Punkten konnte er seine Gesamtführung weiter ausbauen und hat nun einen Vorsprung von 37 Punkten zum zweitplatzierten Lokalmatador Michael Schlaich (VM). Die Gesamtwertung nach Tag 5 sehen Sie hier.

Geselliges Miteinander beim Bergfest

Zur Mitte des Wettbewerbs findet immer das Bergfest statt. Für das leibliche Wohl sorgt ein großer Kugelgrill mit allerlei Leckereien von Steak über Wurst bis hin zu gesundem Grillgemüse. Der Alpirsbacher Bierwagen sorgt zusätzlich für Abkühlung nach einem heißen Sommertag. Das gesellige Miteinander fördert die Freundschaft unter den Piloten und das „Fachsimpeln“ beginnt.  Anschließend öffnet die Bar „Chez Teo“ und das Winzler Nachtleben beginnt. DJ Dennis is in the house.

Reinhard Schramme fliegt am 5. Wertungstag als Erster ins Ziel

Die Thermik hat sich heute etwas Zeit gelassen und daher wurde der Start immer wieder nach hinten verschoben. Reinhard Schramme (Y4) fliegt im Team mit drei weiteren Piloten. Das hat den Vorteil, dass man heute, bei Thermik ohne Wolken – so genannter Blauthermik – einfacher die Aufwinde finden kann. Das Team steht im Funkkontakt und fliegt Flügel an Flügel breiter gefächert, so dass die Chancen sich deutlich erhöhen die Thermikschläuche zu finden. Reinhard berichtet, dass die Aufwinde auf dem ersten Schenkel des Dreiecks noch nicht sonderlich gut waren. Man musste sich mit 1-2 m/s Steigen zufrieden geben. Erst im Donautal haben sich Wolken gebildet, die einige Piloten dann in luftige 2.800m katapultiert haben. „Ab Tuttlingen ging die Post ab“, strahlt Reinhard und berichtet von einem wellenartigen tragenden Streifen bis Zwiefalten, so dass er ohne zu Kreisen im oberen Drittel fliegen konnte. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 97 km/h hat Reinhard Schramme das Dreieck mit Bravour gemeistert. Sobald alle Piloten ihre Flüge in das Auswertesystem hochgeladen haben, gibt es eine endgültige Tageswertung.

Live Tracking – wo fliegen sie denn?

Leider bleiben die spannendsten Teile des Wettbewerbs für interessierte Zuschauer unsichtbar: Der eigentliche Flug ist weit ab des Flugplatzes und die Herausforderungen daher nicht wahrnehmbar. Dies ist aber dank des Live Trackings nur bedingt richtig. Über die frei gesendeten und zugänglichen Flarmdaten der Flugzeuge können die einzelnen Flüge via Live Tracking sichtbargemacht werden. So ist auch ein Mitfiebern vom Boden aus möglich. Als Datenquelle dienen die in den Segelflugzeugen verbauten Flarm-Geräte. Diese senden exakte Positionsdaten und Flugrichtungen aus, um andere Flugzeuge vor einer möglichen Kollision zu warnen. Neben diesem Zweck können diese Daten aber auch exakt den Flugverlauf inklusive Höhe, Höhenänderung, Richtungsänderung, etc. wiedergeben. Für Zuschauer eine ideale Möglichkeit, diesen spannenden Sport hautnah mitzuerleben.

Sicherheit auch im Wettbewerb an erster Stelle

Im Wettbewerb geht es vordergründig um den Sieg und die besten Platzierungen. Wenn man jedoch mit den Piloten und den Wettbewerbsverantwortlichen spricht, wird immer wieder die Sicherheit erwähnt. Wie überall in der Luftfahrt, steht diese an erster Stelle. Am Ende des Tages geht es nicht in erster Linie um den Sieg, sondern, dass alle Piloten und Ihre Flugzeuge heil und unversehrt wieder zu Hause ankommen. Neben Umsicht, Rücksicht und der Einhaltung von Prüfungsroutinen auch durch technische Hilfsmittel unterstützt. Z.B. hat jedes Segelflugzeug im Wettbewerb ein sogenanntes Flarm an Bord. Dieses kleine Gerät sendet und empfängt ununterbrochen Positionsdaten des eigenen Flugzeugs und aller anderen Flugzeuge in der Umgebung. Sobald daraus eine theoretisch mögliche Kollision erkannt wird, leuchtet ein LED aus und erfolgt eine Warnung, so dass die Piloten rechtzeitig die Richtungen ändern können. Dies erfolgt in der Regel in so großer Entfernung, dass ein Ausweichen in Ruhe möglich ist. Zusätzlich sind sogenannte „Blitzer“ in vielen Flugzeugen im Einsatz. Diese senden kurze LED-Blitze in Flugrichtung aus. Diese sind kilometerweit sichtbar und warnen so frühzeitig vor einem entgegenkommenden Flugzeug.

Die ersten Starts zum 5. Wertungstag sind raus

Wir wünschen allen Piloten viel Erfolg

Die Aufgabe für Wertungstag 5 steht

Laut unserem Meteorologen Bernd Goretzki wird das Wetter wieder besser, so dass wir zuversichtlich sind, dass am heutigen Wertungstag wieder eine Aufgabe geflogen werden kann. Zwar zeigt die Wettervorhersage immer noch weiträumig Blauthermik an, diese wird jedoch stärker und mit höherer Ausbreitung erwartet. Im Schwarzwald sind demnach Höhen bis 2.600m oder vielleicht höher denkbar. Bei dieser Höhe sollten sich dann auch vereinzelt Wolken bilden, die den Piloten dann die Thermik „markieren“. Sportleiter Joachim Schwenk „baute“ aus diesen Informationen die folgende Aufgabe: Nach dem Start in Winzeln geht es zur ersten Wende an den Flugplatz Reiselfingen und dann weiter über Zwiefalten wieder zurück nach Winzeln. Insgesamt werden dies knapp 211 km sein. Die Startbereitschaft ist auf 12:3ß festgelegt. LSV Schwarzwald Teilnehmer Markus Schweizer rechnet hingegen mit einem eher späteren Start: „vermutlich wird die Thermik erst im Laufe des Nachmittags starten“. Wir behalten das Wetter im Auge und wünschen allen Piloten einen erfolgreichen uns sicheren Flug.

Schwimmbad statt Luftrennen

Der Wertungstag wurde leider neutralisiert. Somit findet am heutigen Dienstag keine Wertung statt. Kein nennenswertes Wölkchen am Himmen und schwache Thermik Sportleiter Joachim Schwenk startete bereits um kurz nach 12:00, um die Lage zu erkunden. Verhalten optimistisch starteten etwa eine Stunde später die ersten sechs Wettbewerbspiloten. Da jedoch weiterhin keine deutliche Verbesserung der Wetterbedingungen spürbar war, wurde der Wettbewerbstag von Wettbewerbsleiter Harry Hezel dann neutralisiert. Wie schon im morgendlichen Briefing vermutet wurde, kam keine nachhaltige Thermikentwicklung zu Stande, was die Erfüllung der Tagesaufgabe fast unmöglich macht. Die Piloten und Pilotinnen und ihre Teams nutzen den Tag nun für Entspannung, Schwimmbad oder einfach zum Spaßfliegen ohne Wettbewerbsdruck.

Die heutige Strecke

Die Strecke für den heutigen Tag ist mit 235 Kilometern deutlich kleiner als für die letzten Tage gewählt. Als erstes geht es wieder nach süden an den Kirnbergsee, dann über das Donautal nach Allmendingen und dann nach westen zurück an den Flugplatz Winzeln-Schramberg. Sollte sich die Wettervorhersage bis zum Start nochmal verschlechtern, wird die Route im Osten verkürzt, sodass dann über Sigmaringen und Gammertingen gewendet wird. Die verkürzte Route (170 km) wird heute auch von der Mixed-Klasse geflogen.

Aussichten auf den vierten Wertungstag

Im Morgenbriefing präsentiert der Meteorologe Bernd Goretzki (Mitte) von TopMeteo den Wetterbericht, damit sich die Pilot*innen bestmöglich auf ihren Flug vorbereiten können. Im Anschluss zeigen Sportleiter Joachim Schwenk (links) zusammen mit Wettbewerbsleiter Harry Hezel (rechts) die heutige Aufgabe für den Wettbewerb. Das Wetter soll heute – mit viel Sonne und wenig Wolken – „für Fußgänger“ sehr gut werden. Auf Grund der ausbleibenden Wolkenbildung, ist die Position von aufsteigender Luft (Thermik) allerdings nicht aus der Ferne erkennbar. Dies stellt für unsere Pilot*innen eine zusätzliche Herausforderung dar. Austeigende Luft kühlt ab und kann weniger Wasser halten. Ab einem bestimmten Punkt unterschreitet die Kapazität der Luft die Luftfeuchtigkeit. Dann kondensiert das Wasser und es bilden sich Wolken. Darum sieht man Segelflugzeuge häufig unter Wolken kreisen. Im Fall von Blauthermik (also Thermik ohne Wolkenbildung) gibt es zwar aufsteigende Luft, diese steigt aber nicht hoch genug, um Wolken ausbilden zu können.

Die Wertung für den 3. Wertungstag steht

Nach Auswertung aller Logger-Dateien steht nun die Wertung für Tag 3: Tagessieger ist Carsten Portmann vom HAC Boberg e.V. mit 5:37 Minuten Vorsprung vor Michael Schlauich vom LSV Schwarzwald e.V.. Dritter ist Alexander Schmid vom LSC Burg Feuerstein.

JS3 fliegt als Erster ins Ziel und gewinnt Tag 3

Tobias Breithaupt und Carsten Portmann liefern sich ein Kopf an Kopf Rennen, wer zuerst in den Zielkreis einfliegt. Der Zielkreis ist ein Zylinder um den Flugplatz Winzeln-Schramberg mit einem Radius von 4km. Die Piloten müssen mit einer Mindesthöhe von 900m über dem Meeresspiegel in den Zielkreis einfliegen, so dass noch genügend Höhe für eine sichere Landung möglich ist. Kurz nach der letzten Wende konnte Carsten Portmann mit seiner JS3 einen tragenden Streifen finden, wodurch er im Geradeausflug leicht steigen konnte. Carsten war begeistert heute morgen vor dem Abflug mit drei weiteren Piloten eine schwache Welle über dem Schwarzwald erwischt zu haben, er konnte so über die Wolken steigen und mit 2300m Höhe einen wunderbaren Ausblick über unseren Schwarzwald geniessen.

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