Geselliges Miteinander beim Bergfest

Zur Mitte des Wettbewerbs findet immer das Bergfest statt. Für das leibliche Wohl sorgt ein großer Kugelgrill mit allerlei Leckereien von Steak über Wurst bis hin zu gesundem Grillgemüse. Der Alpirsbacher Bierwagen sorgt zusätzlich für Abkühlung nach einem heißen Sommertag. Das gesellige Miteinander fördert die Freundschaft unter den Piloten und das "Fachsimpeln" beginnt.  Anschließend öffnet die Bar "Chez Teo" und das Winzler Nachtleben beginnt. DJ Dennis is in the house.

Reinhard Schramme fliegt am 5. Wertungstag als Erster ins Ziel

Die Thermik hat sich heute etwas Zeit gelassen und daher wurde der Start immer wieder nach hinten verschoben. Reinhard Schramme (Y4) fliegt im Team mit drei weiteren Piloten. Das hat den Vorteil, dass man heute, bei Thermik ohne Wolken - so genannter Blauthermik - einfacher die Aufwinde finden kann. Das Team steht im Funkkontakt und fliegt Flügel an Flügel breiter gefächert, so dass die Chancen sich deutlich erhöhen die Thermikschläuche zu finden. Reinhard berichtet, dass die Aufwinde auf dem ersten Schenkel des Dreiecks noch nicht sonderlich gut waren. Man musste sich mit 1-2 m/s Steigen zufrieden geben. Erst im Donautal haben sich Wolken gebildet, die einige Piloten dann in luftige 2.800m katapultiert haben. "Ab Tuttlingen ging die Post ab", strahlt Reinhard und berichtet von einem wellenartigen tragenden Streifen bis Zwiefalten, so dass er ohne zu Kreisen im oberen Drittel fliegen konnte. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 97 km/h hat Reinhard Schramme das Dreieck mit Bravour gemeistert. Sobald alle Piloten ihre Flüge in das Auswertesystem hochgeladen haben, gibt es eine endgültige Tageswertung.

Live Tracking – wo fliegen sie denn?

Leider bleiben die spannendsten Teile des Wettbewerbs für interessierte Zuschauer unsichtbar: Der eigentliche Flug ist weit ab des Flugplatzes und die Herausforderungen daher nicht wahrnehmbar. Dies ist aber dank des Live Trackings nur bedingt richtig. Über die frei gesendeten und zugänglichen Flarmdaten der Flugzeuge können die einzelnen Flüge via Live Tracking sichtbargemacht werden. So ist auch ein Mitfiebern vom Boden aus möglich. Als Datenquelle dienen die in den Segelflugzeugen verbauten Flarm-Geräte. Diese senden exakte Positionsdaten und Flugrichtungen aus, um andere Flugzeuge vor einer möglichen Kollision zu warnen. Neben diesem Zweck können diese Daten aber auch exakt den Flugverlauf inklusive Höhe, Höhenänderung, Richtungsänderung, etc. wiedergeben. Für Zuschauer eine ideale Möglichkeit, diesen spannenden Sport hautnah mitzuerleben.    

Sicherheit auch im Wettbewerb an erster Stelle

Im Wettbewerb geht es vordergründig um den Sieg und die besten Platzierungen. Wenn man jedoch mit den Piloten und den Wettbewerbsverantwortlichen spricht, wird immer wieder die Sicherheit erwähnt. Wie überall in der Luftfahrt, steht diese an erster Stelle. Am Ende des Tages geht es nicht in erster Linie um den Sieg, sondern, dass alle Piloten und Ihre Flugzeuge heil und unversehrt wieder zu Hause ankommen. Neben Umsicht, Rücksicht und der Einhaltung von Prüfungsroutinen auch durch technische Hilfsmittel unterstützt. Z.B. hat jedes Segelflugzeug im Wettbewerb ein sogenanntes Flarm an Bord. Dieses kleine Gerät sendet und empfängt ununterbrochen Positionsdaten des eigenen Flugzeugs und aller anderen Flugzeuge in der Umgebung. Sobald daraus eine theoretisch mögliche Kollision erkannt wird, leuchtet ein LED aus und erfolgt eine Warnung, so dass die Piloten rechtzeitig die Richtungen ändern können. Dies erfolgt in der Regel in so großer Entfernung, dass ein Ausweichen in Ruhe möglich ist. Zusätzlich sind sogenannte „Blitzer“ in vielen Flugzeugen im Einsatz. Diese senden kurze LED-Blitze in Flugrichtung aus. Diese sind kilometerweit sichtbar und warnen so frühzeitig vor einem entgegenkommenden Flugzeug.

Das letzte Flugzeug ist gestartet

Das letzte Flugzeug der Süddeutschen Segelflugmeisterschaft startet und die Piloten freuen sich endlich in der kühleren Luft zu sein. Pro 100m Höhengewinn kühlt die Luft um ca. 1 °C ab, so dass in 2000m angenehmere Temperaturen herrschen. So können sie einen kühlen Kopf bewahren und sich voll auf ihr Ziel, als Schnellster Zuhause zu sein, konzentrieren.  

Die Aufgabe für Wertungstag 5 steht

Laut unserem Meteorologen Bernd Goretzki wird das Wetter wieder besser, so dass wir zuversichtlich sind, dass am heutigen Wertungstag wieder eine Aufgabe geflogen werden kann. Zwar zeigt die Wettervorhersage immer noch weiträumig Blauthermik an, diese wird jedoch stärker und mit höherer Ausbreitung erwartet. Im Schwarzwald sind demnach Höhen bis 2.600m oder vielleicht höher denkbar. Bei dieser Höhe sollten sich dann auch vereinzelt Wolken bilden, die den Piloten dann die Thermik „markieren“. Sportleiter Joachim Schwenk „baute“ aus diesen Informationen die folgende Aufgabe: Nach dem Start in Winzeln geht es zur ersten Wende an den Flugplatz Reiselfingen und dann weiter über Zwiefalten wieder zurück nach Winzeln. Insgesamt werden dies knapp 211 km sein. Die Startbereitschaft ist auf 12:3ß festgelegt. LSV Schwarzwald Teilnehmer Markus Schweizer rechnet hingegen mit einem eher späteren Start: „vermutlich wird die Thermik erst im Laufe des Nachmittags starten“. Wir behalten das Wetter im Auge und wünschen allen Piloten einen erfolgreichen uns sicheren Flug.

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