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Michael Schlaich gewinnt Süddeutsche Segelflugmeisterschaft 18m

Nach 7 Wertungstagen stand das Ergebnis fest: Michael Schlaich (Luftsportverein Schwarzwald)aus Fluorn-Winzeln, der erst am letzten Tag die Führung übernahm, gewinnt die Süddeutsche Meisterschaft der 18-Meter-Klasse vor Alexander Schmid (LSC Burg Feuerstein) und Rolf Friedli (SG Oberaargau, CH). In dem starken Teilnehmerfeld von insgesamt 31 Pilotinnen und Piloten konnte sich Michael Schlaich, dank stets konstanten Leistungen über alle 7 Tage hinweg, durchsetzen. Voraussichtlich die elf erstplatzierten Piloten erhalten einen Startplatz bei der Deutschen Meisterschaft 2023. Da der drittplatzierte Friedli Schweizer Nationalität ist, darf er trotz seiner hervorragenden Leistung in diesem Qualifikationswettbewerb nicht an der Deutschen Meisterschaft 2023 teilnehmen. Alexander Schmid   Rolf Friedli Konstant gute Leistung Im Vorfeld gab es viele Diskussionen, welches der topmodernen Flugzeuge JS 3, Ventus 3 und AS 33 nun wohl das Beste sei. Schlaich hatte eine etwas überraschende Antwort parat und gewann mit einem Ventus 2cxM. Dieses Flugzeug hatte bereits im Jahr 2002 seinen Erstflug. Die weiteren Piloten vom LSV Schwarzwald platzierten sich wie folgt: Sascha Costabel (10.), Markus Schweizer (16.), Stephan Mayer (19.) und Nils Prokisch (22.). Strecken zwischen 210 und 643km Die Aufgaben wurden von Sportleiter Joachim Schwenk sehr klug und passend zum Wetter ausgewählt. Sie waren zwischen 210 und 643 km lang. Die Strecken führten bis zum Odenwald und nach Regensburg. Dabei waren die längsten Strecken zu Beginn des Wettbewerbs ausgeschrieben, während die Aufgaben gegen Ende wetterbedingt kürzer, aber nicht minder anspruchsvoll waren. Vereinsmeisterschaft zeitgleich Die zeitgleich zur Süddeutschen Segelflugmeisterschaft stattfindende Vereinsmeisterschaft Winzeln Open wurde in diesem Jahr in zwei Kategorien gewertet. Den Wettbewerb von Samstag bis Samstag gewann Horst Kammerer (LSV Schwarzwald e.V.) vor dem Team Stefan, Matthias und Tobias Krauss (LSV Schwarzwald e.V.) und Lisa Scheller (SFG Werdenfels e.V.) als Dritte.

Abschlussfeier ist weiterer Höhepunkt

Nachdem die Teilnehmer Ihre Flugzeuge geputzt und in den Anhängern verstaut hatten, setzte die Abschlussfeier ein weiteres Highlight für den Wettbewerb. Ab ca. 20:00 Uhr öffnete die Getränkeversorgung die Tore, so dass alle an diesem tropisch heißen Abend zunächst einmal ihren Flüssigkeitshaushalt ins Lot bringen konnten. In der zweiten Runde folgte gegen 20:30 das Abendessen, welches vom Flugplatzrestaurant Da Mario kreiert wurde – ein dreigängiges italienisches Büfett. Der Höhepunkt stand gegen 21:30 auf dem Programm: die Siegerehrung. In der 18-Meter Klasse errang Rolf Friedli (links) aus der Schweiz von der SG Oberaargau den dritten Platz mit 4917 Punkten. Alexander Schmid (rechts) vom LSC Burg Feuerstein belegte Platz zwei (5061 Punkte). Den Gesamtsieg errang Michael Schlaich (Mitte) vom Luftsportverein Schwarzwald mit 5116 Punkten. Die Urkunden und Preise wurden gemeinsam von Monika Lang-Dahlke (Präsidentin Luftsportverband Baden e.V.), Wettbewerbsleiter Harry Hezel und Sportleiter Joachim Schwenk überreicht. Die Mixed-Klasse über den gesamten Wettbewerbszeitraum von 7 Wertungstagen wurde von Horst Kammerer gewonnen. Die traditionellen "Winzeln Open" in der Mixed-Klasse - der Vereinswettbewerb des LSV Schwarzwald - bei dem der Zeitraum von Donnerstag, 16.06. bis Samstag, 18.06.22 gewertet wurde hatte folgende Sieger bei 12 teilnehmenden Flugzeugen: Platz WBK Name Flugzeug Verein 16.06.22 17.06.22 18.06.22 Punkte Gesamt 1 IHS Volker Herzog ASG29e LSV Schwarzwald 854 462 561 1877 2 SS Matthias Krauss / Stefan Krauss / Sven Killinger Arcus M LSV Schwarzwald 860 397 585 1842 3 1D Lisa Scheller LS8/18 SFG Werdenfels 863 499 416 1778   Der Tag war erneut geprägt von einem Hochdruckgebiet mit sehr warmer Luft und praktisch keiner Wolkenbildung. Dieses Wetter ist einerseits wegen der sehr hohen Temperaturen von deutlich über 30 °C und andererseits wegen der vorherrschenden Blauthermik sehr anstrengend für die Piloten. Da dies bereits

Starts im Minutentakt

Das Wettbewerbsfeld startet zur Tagesaufgabe. Die ersten Piloten konnten bereits den Anschluss an die Thermik finden und auf über 2000 m steigen. Nun heißt es noch warten und oben bleiben, bis alle gestartet sind und der Sportleiter das Rennen frei gibt. Siehe Live Tracking

Live Tracking – wo fliegen sie denn?

Leider bleiben die spannendsten Teile des Wettbewerbs für interessierte Zuschauer unsichtbar: Der eigentliche Flug ist weit ab des Flugplatzes und die Herausforderungen daher nicht wahrnehmbar. Dies ist aber dank des Live Trackings nur bedingt richtig. Über die frei gesendeten und zugänglichen Flarmdaten der Flugzeuge können die einzelnen Flüge via Live Tracking sichtbargemacht werden. So ist auch ein Mitfiebern vom Boden aus möglich. Als Datenquelle dienen die in den Segelflugzeugen verbauten Flarm-Geräte. Diese senden exakte Positionsdaten und Flugrichtungen aus, um andere Flugzeuge vor einer möglichen Kollision zu warnen. Neben diesem Zweck können diese Daten aber auch exakt den Flugverlauf inklusive Höhe, Höhenänderung, Richtungsänderung, etc. wiedergeben. Für Zuschauer eine ideale Möglichkeit, diesen spannenden Sport hautnah mitzuerleben.    

Sicherheit auch im Wettbewerb an erster Stelle

Im Wettbewerb geht es vordergründig um den Sieg und die besten Platzierungen. Wenn man jedoch mit den Piloten und den Wettbewerbsverantwortlichen spricht, wird immer wieder die Sicherheit erwähnt. Wie überall in der Luftfahrt, steht diese an erster Stelle. Am Ende des Tages geht es nicht in erster Linie um den Sieg, sondern, dass alle Piloten und Ihre Flugzeuge heil und unversehrt wieder zu Hause ankommen. Neben Umsicht, Rücksicht und der Einhaltung von Prüfungsroutinen auch durch technische Hilfsmittel unterstützt. Z.B. hat jedes Segelflugzeug im Wettbewerb ein sogenanntes Flarm an Bord. Dieses kleine Gerät sendet und empfängt ununterbrochen Positionsdaten des eigenen Flugzeugs und aller anderen Flugzeuge in der Umgebung. Sobald daraus eine theoretisch mögliche Kollision erkannt wird, leuchtet ein LED aus und erfolgt eine Warnung, so dass die Piloten rechtzeitig die Richtungen ändern können. Dies erfolgt in der Regel in so großer Entfernung, dass ein Ausweichen in Ruhe möglich ist. Zusätzlich sind sogenannte „Blitzer“ in vielen Flugzeugen im Einsatz. Diese senden kurze LED-Blitze in Flugrichtung aus. Diese sind kilometerweit sichtbar und warnen so frühzeitig vor einem entgegenkommenden Flugzeug.

Die Aufgabe für Wertungstag 5 steht

Laut unserem Meteorologen Bernd Goretzki wird das Wetter wieder besser, so dass wir zuversichtlich sind, dass am heutigen Wertungstag wieder eine Aufgabe geflogen werden kann. Zwar zeigt die Wettervorhersage immer noch weiträumig Blauthermik an, diese wird jedoch stärker und mit höherer Ausbreitung erwartet. Im Schwarzwald sind demnach Höhen bis 2.600m oder vielleicht höher denkbar. Bei dieser Höhe sollten sich dann auch vereinzelt Wolken bilden, die den Piloten dann die Thermik „markieren“. Sportleiter Joachim Schwenk „baute“ aus diesen Informationen die folgende Aufgabe: Nach dem Start in Winzeln geht es zur ersten Wende an den Flugplatz Reiselfingen und dann weiter über Zwiefalten wieder zurück nach Winzeln. Insgesamt werden dies knapp 211 km sein. Die Startbereitschaft ist auf 12:3ß festgelegt. LSV Schwarzwald Teilnehmer Markus Schweizer rechnet hingegen mit einem eher späteren Start: „vermutlich wird die Thermik erst im Laufe des Nachmittags starten“. Wir behalten das Wetter im Auge und wünschen allen Piloten einen erfolgreichen uns sicheren Flug.

Schwimmbad statt Luftrennen

Der Wertungstag wurde leider neutralisiert. Somit findet am heutigen Dienstag keine Wertung statt. Kein nennenswertes Wölkchen am Himmen und schwache Thermik Sportleiter Joachim Schwenk startete bereits um kurz nach 12:00, um die Lage zu erkunden. Verhalten optimistisch starteten etwa eine Stunde später die ersten sechs Wettbewerbspiloten. Da jedoch weiterhin keine deutliche Verbesserung der Wetterbedingungen spürbar war, wurde der Wettbewerbstag von Wettbewerbsleiter Harry Hezel dann neutralisiert. Wie schon im morgendlichen Briefing vermutet wurde, kam keine nachhaltige Thermikentwicklung zu Stande, was die Erfüllung der Tagesaufgabe fast unmöglich macht. Die Piloten und Pilotinnen und ihre Teams nutzen den Tag nun für Entspannung, Schwimmbad oder einfach zum Spaßfliegen ohne Wettbewerbsdruck.

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